Wasserstoffwirtschaft: "Ein Anschlag auf unseren Wohlstand!"



Andreas Lichert, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, zum Setzpunkt der FDP „Wasserstoffgesellschaft Hessen: Jetzt in die Zukunft starten“: „Allein der Netzaufbau bzw. die Netzertüchtigung für den Transport reinen Wasserstoffs wird dutzende Mrd. Euro kosten, seitens der Netzbetreiber wurde einmal die Zahl 40 Mrd. Euro in den Ring geworfen.“

Die Nutzung von vorhandener Erdgas-Infrastruktur für die Einspeisung von Wasserstoff sieht Lichert kritisch, da selbst der wissenschaftliche Dienst des Bundestages erklärt, dass noch nicht klar sei, wie das im großen Stil funktionieren soll. „Es geht im Grunde genommen beim Wasserstoff-Hype um eine Gehhilfe für die taumelnde Energiewende. Und die Energiewende krankt unter anderem an fehlenden großtechnischen Speicherlösungen.“

Insgesamt sei Wasserstoffwirtschaft „ein Anschlag auf unseren Wohlstand, ähnlich wie es die Energiewende ist. Wasserstoffnutzung, egal wo, wird zu massiv steigenden Kosten führen, die am Ende die Bürger, Stromkunden, Steuerzahler, ÖPNV-Nutzer und Autofahrer bezahlen müssen. Wenn die FPD uns das nicht glauben möchte, dann möge sie auf unsere Koalitionspartner hören, auf Mathematik, Physik und Chemie. Hier werden – wieder einmal – die Bürger als Geiseln für ideologisch motivierte Großprojekte genommen.“

Rede gehalten von Andreas Lichert, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag, am 12.11.20 in der 59. Plenarsitzung.

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