Blinder Aktionismus in der Pandemie – Hitzige Debatte



„Wer in Hotels und Restaurants, in Sport und Kultur, bei Reisebüros und Veranstaltern arbeitet, ist der Sündenbock des blinden Aktionismus der Altparteien. In Kürze wird der Einzelhandel hinzukommen. Sie alle leiden unter beträchtlichen Einkommensverlusten, vielen von ihnen drohen hohe Schulden, der sozialen Abstieg. Zukunftsangst geht um, vor allem bei denen, die über 50 Jahre alt sind. Andere – auch das gehört zum vollständigen Bild der Krise – entdecken für sich die Vorteile von Homeoffice, mehr Freizeit und individueller Selbstentfaltung. Mit dem Dienstwagen lässt es sich bequem vom eigenen Haus in Brandenburg einmal wöchentlich nach Berlin fahren. Das schmerzt die Opfer der Krise. Und es stellt unseren sozialen Zusammenhalt in Frage. Weder staatliche Hilfe noch gelehrige Diskurse über irgendwelche staatlich garantierten Grundeinkommen genügen den betroffenen Menschen als Antwort. Sie betteln nicht um staatliche Almosen. Sie wollen endlich wieder arbeiten, statt vom Staat abhängig zu sein. Hunderttausende Berliner brauchen jetzt eine klare Perspektive, wann sie endlich wieder loslegen können. Der Senat von Berlin aber ist nicht in der Lage, diese Perspektive zu vermitteln. Er folgt willig dem, was die Bundeskanzler und der Scharfmacher aus München vorgeben. Das ist mehr als traurig.“

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