Claus Schaffer (AfD): „Wer über Gewalt gegen Frauen spricht darf emotionale Gewalt nicht ignorieren“

Anlässlich der Debatte zum Thema „Gewalt gegen Frauen“ im Kieler Landtag wurde durch die Landesregierung zu einer Bedarfsanalyse des Hilfsangebotes für gewaltbetroffene Frauen berichtet. Claus Schaffer, sozialpolitischer Sprecher der AfD im Schleswig-Holsteinischen Landtag, erklärt dazu: „Der schriftliche Bericht zur Bedarfsanalyse des Hilfsangebotes für gewaltbetroffene Frauen zeigt auf, dass dieses Thema im Blickfeld der Öffentlichkeit steht und längst kein Tabuthema mehr ist. Bestehende Hilfs- und Unterstützungsangebote und deren steter Ausbau sind ein gutes Signal. Zu kurz kommt in dieser Betrachtung, dass der Beginn körperlicher Gewalt gegen Frauen oft sehr viel früher zu finden ist, nämlich an einem Punkt, den die meisten Menschen gar nicht als Gewaltanwendung erkennen oder anerkennen würden. Die körperlichen und seelischen Auswirkungen dieser psychischen oder emotionalen Gewalt sind jedoch nicht weniger verheerend. Opfer von psychischer oder emotionaler Gewalt schildern übereinstimmende Gewalterfahrungen, die im sozialen Umfeld wie auch in Behörden oft nicht verstanden und ernst genommen werden. Opferinitiativen fordern daher eine Sensibilisierung und Fortbildung zu diesem Gewaltphänomen in den Behörden, aber auch die Schaffung einer Strafrechtsnorm für Fälle psychischer Gewaltanwendung. Diese ist in anderen Ländern, darunter auch in Frankreich, bereits Realität. Bereits die öffentliche Thematisierung stellt einen Durchbruch in diesem noch immer tabuisierten Gewaltfeld dar. Hierbei werden wir von der AfD an der Seite gewaltbetroffener Frauen stehen.“



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