Hausärztliche Versorgung in Hessen: „Quoten-Ärzte sind der falsche Weg!“

Hausärztliche Versorgung in Hessen: „Quoten-Ärzte sind der falsche Weg!“ Zur dritten Lesung des SPD-Gesetzentwurfes „Sicherung der hausärztlichen Versorgung in Hessen“ erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der AfD, Claudia Papst-Dippel: „Gerade im Hinblick auf die demografische Entwicklung, dürfen die Kapazitäten für Behandlungen von Patienten nicht weniger werden – im Gegenteil, sie müssen steigen!“ Die Situation ist aber eine ganz andere. Papst-Dippel: „Im ländlichen Raum steuern wir auf eine zunehmend dramatische Unterversorgung zu. Der Gesundheitspakt 3.0 hat Ende 2018 einen ‚absehbar erheblichen Bedarf an ärztlichem Nachwuchs in den grundversorgenden Facharztrichtungen‘ vor allem auf dem Land beschrieben.“ Dennoch wäre eine zehnprozentige Landarztquote, die aus dem allgemeinen Pool der Studienplätze abgezweigt wird, wenig zielführend. „Die AfD-Fraktion lehnt den entsprechenden Antrag der SPD daher ab“, so Papst-Dippel. Die Abgeordnete weiter: „Viel wichtiger ist es, die Arbeit als Arzt auf dem Land attraktiver zu gestalten. Deshalb müssen wir offen über Themen wie Leistungsvergütung, Arbeitsbelastung und die überbordende Bürokratisierung reden. Letztendlich brauchen Landärzte auch endlich die Anerkennung, die ihnen gebührt. Welcher Mediziner will schon als ‚Quotenarzt‘ gelten?“ V. i. S. d. P.: Claudia Papst-Dippel, gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag Rede am 11.12.2020 im Hessischen Landtag 63. Plenarsitzung, TOP 17: Dritte Lesung des Gesetzentwurfs der Fraktion der SPD für ein Gesetz zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung in Hessen.



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