Lotto-Skandal in Sachsen-Anhalt: Maren Sieb und das fehlende Glück

Vorbei mit dem Dolce Vita ist es für Maren Sieb. Der Geschäftsführerin der Lotto Toto GmbH Sachsen-Anhalt ist vom Aufsichtsrat fristlos gekündigt worden. Die ehemalige Radiomoderatorin und Inhaberin einer Werbeagentur mit besten Kontakten auch zu hochrangigen Landespolitikern von CDU und SPD ist über ein undurchsichtiges Geflecht aus Korruption, Vetternwirtschaft, Betrug und Bestechlichkeit gestolpert. Die AfD-Fraktion Sachsen-Anhalt hatte bereits im Juni 2019 Aufklärung zu den genannten Vorwürfen gefordert und einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss in die Wege geleitet. Lange Zeit bestritt die Lotto Toto GmbH die Vorwürfe, nannte sie einseitig und jeder Grundlage entbehrend. Dann flog der skandalöse Etikettenschwindel krachend auf. Bis sich der Aufsichtsrat schlussendlich für die Kündigung entschied, hatte er die Geschäftsführerin im September 2020 zunächst vom Dienst freigestellt. Maren Sieb, seit Oktober 2012 bei Lotto in Amt und Würden, fiel dennoch weich: Arbeitsvertrag und Gehaltszahlungen liefen nämlich weiter. Sie kassierte weiterhin ihr üppiges Gehalt. Ihr Jahresverdienst betrug insgesamt 175.000 Euro. Die AfD-Fraktion Sachsen-Anhalt fordert, dass die Vorfälle vollständig aufgeklärt werden, da weitere Vorwürfe, wie zum Beispiel der Verdacht auf mutmaßliche Geldwäsche, die fragwürdige Vergabe von Fördermitteln an gemeinnützige Organisationen und Verbände sowie Ungereimtheiten in Sachen Spielerschutz im Raum stehen. Die Aufdeckung des Skandals wurde maßgeblich durch die Initiativen des AfD-Abgeordneten Jan Wenzel Schmidt – AfD angeschoben.



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