Beatrix von Storch: Warum sprachen keine Vertreter der christlichen Kirchen bei der Trauerfeier für die Flutopfer?

Berlin, 3. September 2021. Rheinland-Pfalz hat am 1. September in einer Gedenkfeier an die Opfer der verheerenden Flutnacht im Juli erinnert. Zu dem Staatsakt auf dem Nürburgring hatte Ministerpräsidentin Dreyer die Angehörigen der Toten und Vermissten, Verletzte und Geschädigte, Hilfskräfte und Bürgermeister aus den betroffenen Orte eingeladen.

Beatrix von Storch, stellvertretende Bundessprecherin erklärt:

„Gerade Naturkatastrophen wie die Flut in diesem Sommer konfrontieren Menschen mit den letzten Fragen nach dem Sinn des Lebens und besonders des Leidens. Es stimmt uns traurig, wenn diese urchristliche Dimension des menschlichen Daseins aus öffentlichen Trauerfeiern ausgeblendet wird. Das war bei der Trauerfeier für die Flutopfer in Rheinland-Pfalz am 1. September der Fall, bei der der Bundespräsident und die Ministerpräsidentin Ansprachen hielten, aber kein einziger Geistlicher das Wort ergriff.

Das bedauern wir sehr, denn wir wollen keinen Weltanschauungsstaat, in dem Politiker erklären, was der Sinn des Lebens ist und wie wir zu leben haben. Wir wollen ein freies Land, in dem auch gläubige Menschen sich nicht verstecken müssen und wir wollen christliche Kirchen, die z. B. den Menschen in Rheinland-Pfalz in der der Not zur Seite stehen und ihnen Trost und Hoffnung spenden – auch bei öffentlichen Gedenkveranstaltungen – und nicht nur muslimischen Flüchtlingen aus aller Welt.“

(Quelle)