Mobiles Arbeiten für Landesbeschäftigte ist fortschrittlich

Ein Gesetz zur Steigerung der Flexibilität im öffentlichen Dienst ist grundsätzlich richtig. Viele Landesbeschäftigten werden von der Möglichkeit Gebrauch machen, zu entscheiden von wo aus sie arbeiten. Laut „dbb“ können etwa 60 % der Arbeitsplätze in der öffentlichen Verwaltung durch Digitalisierung beweglicher werden. Allerdings eignet sich nicht jeder Dienst zum mobilen Arbeiten, beispielsweise, wenn der unmittelbare Kontakt zum Menschen unverzichtbar ist. In der Debatte müssen Vor-und Nachteile abgewogen werden. Arbeit an der Dienststelle, fördert Sozialkontakte, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Deswegen ist es wichtig, dass mobiles Arbeiten auf Freiwilligkeit basiert. Wohingegen Dienst von zu Hause einen Zeitvorteil mit sich bringt. Freie Zeit, die die beispielsweise in die Familie investiert werden kann. Konzepte der Mitarbeiterführung und optimale Weiterbildungsangebote müssen entwickelt werden, die den Ansprüchen mobiler Arbeit gerecht werden. Neben dem zur-Verfügung-stellen von Endgeräten, muss eine leistungsstarke Internetverbindung für jeden Landesbeschäftigten bei mobiler Arbeit sicher sein. Aktuell benötigt der Ausbau schnellen Internets Unterstützung des Bundes, die digitale Infrastruktur in Deutschland gleicht der eines Schwellenlandes. Hinzu kommt das Thema Datenschutz. Kein Bürger möchte seine persönlichen Daten in den Händen Unbefugter wissen. Deshalb sind Schutzsoftware oder abgeschlossene Systeme elementare Sicherungsmodelle, die für die gesellschaftliche Akzeptanz dieser neuen Arbeitsweise wichtig sind. Dirk Gaw, stellv. innenpolitischer Sprecher: „Mobiles Arbeiten für Landesbeschäftigte ist fortschrittlich, wenn die Umsetzbarkeit gewährleistet ist.“ 83. PLENARSITZUNG: TOP 11 | GESETZENTWURF FRAKTION DER FREIEN DEMOKRATEN „GESETZ ÜBER DAS RECHT AUF MOBILES ARBEITEN FÜR LANDESBEAMTE“



(Quelle)